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Hille Winkler
Werkreihen

Fadensonne
Der Titel bezieht sich auf eine Gedichtreihe von Paul Celan. Die Werkreihe setzt sich mit der Sprache von Fotografien aus verschiedenen privaten Fotoalben auseinander und mit dem, was diese festzuhalten vermag. Filigrane Momente des Glücks, Hoffnungen, Erwartungen und Augenblicke des Zusammenseins in einer Gemeinschaft. Die Momente werden malerisch neu übersetzt und in ihrem kulturellen Kontext befragt.

Nicht ohne Landschaft
Wie kann man heute Landschaft in der Sprache der Malerei aufgreifen, welche sich selbst bereits wie eine Form von Landschaft verhält? Landschaft und alles Pflanzliche schafften schon immer Raum für Trost, Gedanken und Gefühl und waren gleichzeitig das Medium des menschlichen Nützlichkeitsdenkens.

Verliehenes Glück
Wie lassen sich Erinnerungen an eine lange vergangene Zeit in Malerei festhalten? Es geht um Oberflächenstrukturen, Spuren, Muster, eine Armbewegung und Dachrinnenformen. Nach Walter Benjamin ist das Erinnerte nie das Erlebte selbst, sondern dessen Spur im Medium des Gedächtnisses.

Sicht
Die Reihe Sicht setzt sich damit auseinander, inwieweit es überhaupt möglich ist, Formen von Vernichtung von Menschen und Kultur durch Krieg und Gewalt und deren Folgen malerisch zu verarbeiten.

Papesse
Papesse, aus dem Italienischen für Päpstinnen, verweist mit der experimentellen Bildreihe auf eine historisch-kirchliche Codierung und deutet durch den Plural auf mögliche virtuelle Alternativen. Die Werkreihe befragt die Bildgeschichte, Bilderwartung und Ausschlussmechanismen.
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